Mit dem Van durch das Oderbruch – ein Roadtrip in Brandenburg.

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    Das Oderbruch – Landidylle am Rande von Brandenburg.

    Das Oderbruch ist eine Gegend im Seenland Oder-Spree, unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze gelegen, und gehört zu diesen schönen Flecken Erde, die man überall in Brandenburg finden kann. Hier sagen sich Fuchs und Hase, Fasan und Rehlein, Quappe und diverses andere Getier „Gute Nacht“ – und auch „Guten Morgen“. Landidylle trifft es so ziemlich auf den Punkt, denn der muss man hier nicht hinterherlaufen, sondern sie einfach nur genießen. Die Entfernung zu Berlin beträgt gerade mal rund 60km und mit 20km in der Breite und 60km in der Länge sollte man schon aufpassen, dass man nicht einfach vorbeisaust.

    Manchmal kommt es mir vor wie eine Reise in die Vergangenheit. Hektische Moderne sucht man vergeblich, genauso wie durchgängigen Handyempfang – ein Traum, verpackt in kleine Dörfer und blühende Frühlingswiesen.

    Mit dem Van ins OderbruchKatze in Groß Neuendorf im OderbruchStreetArt im OderbruchSonnenuntergang im Oderbruch

    Lasst mich noch ganz kurz zur Geschichte der Gegend abschweifen, bevor ich euch mit jeder Menge Reisetipps in Wort und Bild versorge. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war das Oderbruch nämlich sumpfig, moorastig, ein Überschwemmungsgebiet und unbesiedelt. Erst der „Alte Fritz“, Friedrich der Große, gab die Begradigung des Flusslaufes und die Trockenlegung in Auftrag und ab diesem Zeitpunkt startete die Besiedlung und Bewirtschaftung des Deltas.

    Gedenkstätten, wie die „Seelower Höhen“, erinnern im weiteren Verlauf der Geschichte an Geschehnisse aus dem 2. Weltkrieg, als die Gegend kurz vor Kriegsende schwer getroffen wurde.

     

    Das Oderbruch für Roadtripliebhaber.

    Selten kommt mir ein Fahrzeug entgegen. Stattdessen verbringe ich viele Kilometer einsam auf kleinen Straßen und schalte öfter einen Gang runter als hoch. Ich verhalte mich wohl die meiste Zeit wie ein klassischer Sonntagsfahrer, viel zu langsam fahrend und unkontrolliert die Geschwindigkeit reduzierend, nur eben auch an allen anderen Tagen in dieser Woche Ende Mai. Aber es stört niemanden – wen denn auch?

    Auf den Alleen ist das Tempo via Schild auf maximal 80 km/h gedrosselt. Während die Sonne dort durch die Blätter glitzert, halte ich Ausschau nach möglichen Sehenswürdigkeiten, natürlich oder von Menschenhand geschaffen, die es zu besuchen lohnt. Es gibt keinen wirklichen Plan für meine Reise, nur eine grobe Richtung, und so biege ich mehrmals einfach irgendwo ab. Meistens lande ich auf Feldwegen, die in Sackgassen enden, aber oft finde ich auch kleine Schätze.

    Straße im OderbruchBlumenwiese im OderbruchRinder im OderbruchSonnenaufgang an den Oderhängen in Mallnow

    Deswegen eine klare Empfehlung meinerseits: Fahrt einfach drauf los. Nehmt Umwege und nicht immer den direkten Weg, dreht um, wenn ihr meint eine spannende Abfahrt verpasst zu haben. Straßen gibt es im Oderbruch in jedem Zustand und vielleicht findet ihr am Ende dieses eine kleine Juwel, von dem ihr noch lange schwärmen könnt. So habe ich schöne Aussichten entlang der Oder entdeckt und die ein oder andere Allee mit historischem Kopfsteinpflaster, das den Bus beim Drüberfahren vibrieren lies.

     

    Zum Camping ins Oderbruch.

    Ich mag Übernachtungsplätze mit Flair und / oder schöner Aussicht. Sehr sogar. Manchmal recherchiere ich stundenlang, nehme Umwege oder lange Anfahrtswege in Kauf. Da das Oderbruch nicht sehr groß ist, blieb mir letzteres zum Glück erspart.

    Für umme kann man in Lebus nur einen Steinwurf von der Oder entfernt stehen. Der asphaltierte Platz am Anglerheim bietet zwar keinerlei Ausstattung, dafür befinden sich in unmittelbarer Nähe Lagerfeuerstellen, Sitzgelegenheiten und traumhaft schöne Fußwege entlang des Flusses. Lasst euch dort den Sonnenauf- und -untergang nicht entgehen. Restaurants sind fußläufig erreichbar, Lebensmitteldiscounter gibt es am Ortsrand.

    Klassisches Camping wiederum bietet das Seecamp am Oderbruch in Zeschdorf am Hohenjesarscher See, inklusive kleinem Restaurant und Seeblick.

    Blick aus dem Van bei LebusKochen am Campingplatz im OderbruchZirkuswagen Naturerlebnishof UferloosFrühstück im Naturerlebnishof Uferloos im Oderbruch

    Zum Schluss möchte ich euch noch ein Schmankerl verraten, eine Alternative zum Campingplatz und auch nur für kleine Campingbusse oder das eigene Zelt geeignet. Der Naturerlebnishof Uferloos in Kienitz vermietet hauptsächlich Zirkuswagen und Ferienwohnungen, liegt gleich hinter dem Deich und versprüht einen Charme, bei dem man gerne versacken und noch lange bleiben möchte. Steffi und Norbert haben ein Konzept entwickelt, um dem Menschen die Natur wieder ein Stückchen näher zu bringen, angefangen beim Draußen-Frühstück am Morgen bis hin zum Lagerfeuer nach Sonnenuntergang. Nach individueller Anfrage kann man seinen Campervan auf der Wiese davor parken und alle nachhaltigen Annehmlichkeiten des Hofes entsprechend der Preisliste nutzen – oder sich einfach in einen der Zirkuswagen einmieten.

     

    Die Natur, der Outdoormensch und das Oderbruch.

    Wer die Natur mag, der wird das Oderbruch lieben. Auch wenn es hier an jeder Menge Superlativen fehlt, ist das genau das, was die Gegend so besonders macht. Hier wirbt man nicht mit dem Höchsten (was bei den paar Metern über dem Meeresspiegel auch eine Herausforderung wäre) oder dem Schnellsten, hier findet man kein Schnick und auch kein Schnack, sondern jede Menge Bodenständigkeit. Da steht auf dem Wegweiser zur schönen Aussicht eben „Schöne Aussicht“ und auf dem zur dicken Eiche … ihr habt es erraten … „Dicke Eiche“.

    Baumstumpf an der Oder im OderbruchSee im Delta der Oder im OderbruchVW T5 im OderbruchSchöne Aussicht vom Reitweiner Sporn

    Wer sich vom Roadtrip die Beine vertreten möchte, der parkt sein Auto in Reitwein und macht sich auf den Weg durch den Reitweiner Sporn, einem bewaldeten Höhenzug mit schöner Aussicht und dicker Eiche. Neben einem schon fast märchenhaften Wald findet man hier Geschichte, Literatur und im Ort selbst auch etwas Kultur. Aber dazu später mehr.

    Die Oder wiederum eignet sich hervorragend für Kanutouren unterschiedlichster Längen. Ich selbst habe mir ein Kajak vom Naturerlebnishof Uferloos geliehen und bin in einen Altarm des Flusses auf der polnischen Seite gepaddelt. Keine Menschenseele zeigte sich mir in der Zeit und Natur und Ruhe liessen viel Raum für’s Nichtstun und Nichtsdenken. Das Wasser in all seiner Form ist schon immer eine meiner großen Leidenschaften und wem es noch so geht, der wird hier im Oderbruch im Seenland Oder-Spree schnell fündig. Der Kanutourismus wächst sanft und bietet mittlerweile eine kleine Infrastruktur in Form von Rast- und Biwakplätzen.

    Kanutour auf der OderKajak auf Altarm der Oder im OderbruchSeitenarm vom Kietzer See

    Tja, und sonst? Man sollte im Oderbruch den Geräuschen der Natur lauschen. Hier findet sich der Ruf des Fasans, das Gezwitscher unzähliger weiterer Vögel und das Rascheln des Windes im Blattwerk der Bäume. Das seltene Adonisröschen blüht im Frühjahr an den Hängen des Oderufers rund um Lebus, der Kietzer See ist zentraler Bestandteil vom Europäischen Vogelschutzgebiet Altfriedländer Teich- und Seengebiet. Ein Traum nicht nur für Ornithologen.

     

    Kunst, Kultur & Architektur.

    Alternativ oder klassisch, der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt. Da findet man StreetArt in einem kleinen Ort, berühmte Architekten des 19. Jahrhunderts am Wegesrand, stolze Eigentümer und kreative Konzepte. Und das auf gerade mal knapp 1.000qkm. Wer also dem Naturmenschen eine Pause gönnen und dem Kulturmenschen etwas Input liefern möchte, für den sind die folgenden Zeilen genau das Richtige.

    Starten wir in Neulietzegöricke, einem Dorf, das ich erst beim vierten Mal fehlerfrei aussprechen konnte. Ca. 220 Einwohner teilen sich hier auf ein Gebäudeensemble auf, das als ältestes Kolonistendorf im Oderbruch von 1753 unter Denkmalschutz steht. Fachwerkhaus an Fachwerkhaus ist der Anblick der beiden Straßenzüge sicherlich auch etwas für Architekturmuffel. Es sind Gebäude mit Seele, wo jedes Fenster und jeder Balken eine Geschichte erzählen könnte. Während ich Fotos vom markantesten Hof des Ortes mache, kommen mir die Besitzer auf dem Gehweg entgegen und laden mich ein, einen Blick hinter das große hölzerne Tor zu werfen. Vierseitig wird die grüne Wiese mit der alten Eiche von Ställen und Scheunen umschlossen, ein Taubenhaus als Blickfang steht seitlich und es folgt über mehrere Minuten verteilt jede Menge Schwärmerei meinerseits.

    Haus in Neulietzegöricke im OderbruchInnenhof in Neulietzegöricke

    Da ihr jetzt schon in der Gegend seid, dann könnt ihr gleich noch einen Abstecher in Richtung Zollbrücke machen, zum Theater am Rand. Handgemacht, kreativ und individuell ist das Konzept sogar bis nach Berlin hinein bekannt.

    Auch den Kulturhafen in Groß Neuendorf solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Das Denkmalensemble befindet sich direkt an der Oder und ist ein Anblick, den man so hier irgendwie nicht erwartet hätte. Mit einem alten Verladeturm, mit Bahnwaggons, einer Schaukel in den Himmel, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten, einer skurrilen Weltzeituhr und Entdeckungsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung (zum Beispiel einem alten verwitterten jüdischen Friedhof).

    Verladeturm Kulturhafen Groß NeuendorfVW Bus am Kulturhafen Groß Neuendorf im OderbruchWeltzeituhr Groß NeuendorfStreetArt in Groß Neuendorf

    Wir sind noch nicht am Ende mit den baulichen Sehenswürdigkeiten im Oderbruch. Euren Ausflug nach Reitwein könnt ihr gleich noch mit der Besichtigung eines Trafohäuschens verbinden, dem Trafo.3, einem Projekt, das Kunst dort zeigen will, wo sie niemand vermutet – am Wegesrand.

    Und jetzt folgt noch ein bedeutender Künstler und Architekt des Klassizismus und Historismus. Karl Friedrich Schinkel gehört zu den wichtigsten Baumeistern der beiden Epochen und hat sie maßgeblich mitgestaltet. Im unscheinbaren Bärwinkel befindet sich das erste Hauptwerk des Architekten, ein Gebäudeensemble bestehend aus Molkenhaus und zwei Nebengebäuden. Keine 3km davon entfernt, steht in Neuhardenberg die Schinkel-Kirche nach Entwürfen Schinkels, auch bei der Umgestaltung vom benachbarten Schloss war er federführend. Für den Schlosspark wiederum ist unter anderem Hermann Fürst von Pückler verantwortlich. Reserviert euch doch ein Picknick im Park und genießt Natur und Aussicht unter Bäumen.

    Schinkel Haus in BärwinkelSchinkel-Kirche NeuhardenbergSchloss Neuhardenberg im OderbruchSchlosspark Neuhardenberg

     

    Das Essen im Oderbruch.

    Ich LIEBE Kuchen. Es ist eine Mahlzeit, für die man sich bewusst Zeit nimmt, die man genießt und die nichts mit der gewöhnlichen Nahrungsaufnahme zu tun hat. Deswegen starte ich gleich mit einer Empfehlung, die sich rund um das süße Backwerk dreht. Martina betreibt das Kolonisten-Kaffee in Neulietzegöricke (Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr) seit einigen Jahren und backt alle Kuchen direkt in der Gaststube selbst. Kaum hat man die Tür geöffnet, wird man von einem Duft von Streuselkuchen, Erdbeeren, Rhabarber und Kaffee eingehüllt und hat die Qual der Wahl, sich zwischen diversen Köstlichkeiten zu entscheiden. Das frische Obst kommt übrigens aus Gärten im Ort.

    Im Café Blaue Zwiebel (Öffnungszeiten: täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr) in Bad Freienwalde soll die Eierlikörtorte das Highlight sein. Die gibt es meistens aber nur Feiertags und am Wochenende und so musste ich mich mit Eierlikör ohne Torte, dafür aber mit Waffel begnügen.

    Lasst uns noch kurz in Bad Freienwalde bleiben und bei der Oderbruchware (Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch geschlossen) vorbeischauen. Hier gibt es das Beste aus dem Oderbruch und Brandenburg zu kaufen, regional und saisonal. Der schöne Außenbereich lädt zum langen Sitzen ein, die Mahlzeiten zum Genießen und das alternative Flair zum Philosophieren.

    Stand mit selbstgemachter Marmelade im OderbruchEssen in Bad FreienwaldeInnenhof OderbruchwareFrida Kahlo

    Und jetzt folgt noch eine kleine Auflistung von Örtlichkeiten, die mir zwar empfohlen wurden, die ich aber mangels Zeit nicht besucht habe: Das Restaurant Oderblick in Lebus kommt etwas unscheinbar daher, soll aber eine sehr gute regionale Küche haben. Im Ziegenhof-Zollbrücke gibt es alles, was der Ziegenliebhaber begehrt, ökologisch und biologisch (man kann dort wohl auch mit dem Camper übernachten). Im Hofladen vom Milchschafhof Pimpinelle wird alles vom Schaf angeboten und auch sonst findet ihr im Vorbeifahren immer wieder kleine Hofläden, bei denen es sich zum Anhalten lohnt.

    Besorgt euch in den Läden eine leckere Brotzeit und macht einen Abstecher zur Picknickwiese Bruchkultur, wo ihr alle Annehmlichkeiten einer schönen Umgebung mitten in der Natur genießen könnt.

     

    Fontane und das Oderbruch.

    Theodor Fontane, einer der bedeutendsten Schriftsteller des deutschen Realismus, ist untrennbar mit Brandenburg verbunden. 2019 wäre er stolze 200 Jahre alt geworden und an einigen Stellen im Oderbruch findet man Hinweise auf ihn, auf seine Familie und auf seine Werke.

    Blick auf die Oder mit Holzbank in LebusVW T5 an Oder im Oderbruch

    In seinem Roman „Vor dem Sturm“ lässt er die Bauern aus dem Oderbruch entlang der Frankfurter Straße ziehen, einem alten Handelsweg, der heute als markanter Hohlweg u.a. durch den Reitweiner Sporn führt. In Letschin half er seinem Vater als Apotheker aus, der wiederum wohnte bis zu seinem Tod in Schiffmühle bei Bad Freienwalde und liegt im Nachbardorf begraben.

    ⇒ Weitere Informationen zu entsprechenden Ausflugszielen liefert das Reiseland Brandenburg.

    Mit dem Van durch das Oderbruch – ein Roadtrip in Brandenburg

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    Leben ohne Wohnung – wie funktioniert das?

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    Leben ohne Wohnung Bravebird

    Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich meinen Job und meine Wohnung gekündigt und bin mit diesem Schritt aus allem ausgestiegen. Erstmal keine Verantwortung mehr, nur 100% Freiheit leben. Meine restlichen Sachen hatte ich in einem kleinen Lagerraum verstaut und mit meinem Ersparten wollte ich mir ein bis zwei Jahre Zeit geben, um mich neu zu orientieren und herauszufinden, wo ich wie leben und arbeiten möchte.

    Downshifting nennt man das heutzutage: Leben mit weniger Geld, dafür im Gegenzug mehr Zeit für die Dinge haben, die im Leben wirklich wichtig sind. Ohne Druck, Stress oder steife Pläne leben – vielleicht nicht für immer, aber wenigstens für eine bestimmte Zeit.

    Warum die Wohnung aufgeben?

    Für mich war es zum damaligen Zeitpunkt die einzige und richtige Lösung. Ich wollte mindestens ein Jahr lang auf Weltreise gehen und danach in Ruhe entscheiden können, wie es weitergeht. Da ich keine Auszeit mit anschließendem Wiedereinstieg in meinen alten Job gewählt hatte, wollte ich nicht in die Situation geraten, nach einem Jahr ohne regelmäßiges und vor allen Dingen hohes Einkommen in meine Miete von 1.150 Euro warm wieder einsteigen zu müssen. Eine eigene Wohnung birgt die höchsten monatlichen Grundkostenund wenn man sich reduzieren möchte, kann man hier die meisten Kosten sparen.

    Gleichzeitig sollte mir der Erlös aus dem Verkauf meiner Möbel und diversen Wertsachen ein gewisses finanzielles Polster verschaffen, mit dem ich die Weltreise und die Zeit danach finanzieren könnte. In meinem 6 qm Lagerraum habe ich dann die Dinge und Gegenstände verstaut, die nach meiner Rückkehr die Basis für eine kleine Wohnung darstellen würden (Bett, Esstisch, Couch, Regale, Waschmaschine, Küchen-Utensilien usw.) Zudem hatte ich mir einen VW Camper zugelegt, der sowohl Reisemittel als auch eventuell eine Unterkunft darstellen würde.

    Ein weiterer Faktor für die Aufgabe der damaligen Wohnung war mein Wunsch nach räumlicher Veränderung. Ich würde zukünftig nicht mehr mitten in der Stadt wohnen wollen. Das Jahr auf Weltreise sollte eine gute Gelegenheit sein, um mir Gedanken darüber zu machen, ob vielleicht mal eine andere Stadt oder ein anderes Land zum Leben in Betracht kommen könnte. Als Single liegt einem diesbezüglich im wahrsten Sinne des Wortes die Welt zu Füßen, was allerdings bekanntlich eine Entscheidung schwieriger werden lässt als bei geringerer Auswahl.

    Leben und Arbeiten im Camper

    Gedanken während der Wohnungslosigkeit

    Zugegebenermaßen gleicht die Aufgabe von Job und eigenen vier Wänden dem freien Fall. Es ist ein Weg ins Ungewisse, was einem auf der Weltreise durch die permanente Ablenkung durch äußere Einflüsse weniger auffallen wird, als wenn man einfach in der Heimat bleiben würde. Andererseits hat man bei diesem Schritt die große Chance, seine Weichen ganz neu, unbelastet und individuell zu stellen – die den vorigen vielleicht sogar ähneln können.

    Was ist mir wichtig? Wie will ich leben? Wie viel Luxus brauche ich? – All diese existenziellen Fragen kommen im Laufe der Zeit auf den Tisch und wenn man ganz neu wählen und entscheiden kann, wird man früher oder später für sich herausfinden, wie viel man zukünftig arbeiten möchte, wie viel Freizeit man braucht, wie klein oder groß die Wohnung sein soll, welche Hobbys gepflegt oder intensiviert werden wollen, ob man das Leben in der Stadt oder auf dem Land bevorzugt und ob das Dauerreisen oder das sporadische Unterwegssein die richtige Wahl für einen ist.

    Aber natürlich kommen zwischendurch auch immer mal wieder Ängste und Zweifel hoch (meist durch Einwände anderer): Wo soll ich hin, wenn ich plötzlich krank werde? Was mache ich, wenn mir das Geld ausgeht? – Wenn man sich vor Augen führt, dass man zwar viel planen kann, es am Ende aber keine wirkliche Sicherheit im Leben gibt, verlieren diese Worst Case Szenarien schnell wieder an Bedeutung. Viele Menschen zahlen ihr Leben lang in ein gesetzliches Rentensystem ein, das keine Garantie gibt, dass man im Alter mal davon leben kann – das finde ich zum Beispiel ein viel höheres Risiko.

    Eine wichtige Erfahrung: Während meiner langen Reise stellte sich überraschend heraus, dass ich für das permanente Unterwegsein nicht geschaffen bin. Es birgt zu viel Unruhe, Highlights werden weniger als besonders wahrgenommen und das Reisen wird mehr und mehr zur Gewohnheit. Auch die Vorfreude auf bestimmte Ziele wird geringer und zudem ist der mangelnde persönliche Kontakt zu Freunden und Familie auf Dauer unbefriedigend. Hinzu kommt, dass die Eindrücke einer Weltreise verarbeitet werden wollen, für die es bestenfalls eines räumlichen Stillstands bedarf.

    Wie viele andere Auszeitler brauchte auch ich nach dem einen Jahr auf Reisen wieder festen Boden unter den Füßen. Einen Rückzugsort, ein eigenes Reich mit meinen eigenen Sachen. Nicht mehr ständig aus dem Koffer oder Rucksack leben, wo getragene Sachen die anderen Sachen zum Mitmüffeln anstecken. Und nicht mehr Tag für Tag die wenigen gleichen Sachen tragen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, wo und wie ich wohnen wollte und da galt es eine Lösung zu finden.

    Was es heute braucht Bravebird

    Alternativen zur klassischen Wohnung

    Seit meinem Ausstieg gewannen Produktpreise und Kosten wieder an Bedeutung, ich musste rechnen. Selbst eine kleine Wohnung erfordert nicht nur einen monatlichen Mietpreis von mindestens 300 Euro. Hinzu kommen Umzugskosten, ggf. eine Küche, Einrichtungsdinge sowie regelmäßige monatliche Beiträge für Nebenkosten, Strom, Rundfunkgebühren, DSL-Anschluss, Hausratversicherung, womit man für einen kleinen Raum schnell bei über 500 Euro monatlich angekommen ist. Und dann hat man noch kein Auto, keine Lebensmittel, keine Kleidung, keinen Urlaub und andere notwendige Dinge bezahlt. Wo lag also die Alternative?

    Schon während der Reise wurde mir klar, dass Teilen einer der Schlüssel zum Sparen sein würde. Ein Freund stellte mir ein Zimmer seiner großen Wohnung zur Verfügung, in dem ich alle Sachen unterbringen konnte und die Dinge hatte, die ich brauchte – Bett, Dusche, WLAN. Und da sich langsam ankündigte, dass ich über meinen Blog endlich Geld verdienen würde, bot sich durch die Selbstständigkeit die Anmietung eines kleinen Büros an, das nun sozusagen meinen persönlichen Rückzugsort darstellt und wo ich mich tagsüber aufhalten kann.

    Im Laufe der Monate habe ich viele Konzepte durchdacht, jedoch bisher noch keins gefunden, das mich endgültig zufriedenstellt. Es gibt bisher nur wenige Alternativen für Menschen bzw. Singles, die einerseits viel unterwegs sind und andererseits trotzdem vernünftig wohnen möchten, wenn sie in der Heimat sind. In Köln und Umgebung muss man z. B. mit mindestens 30 Euro pro Nacht rechnen, wenn man in einem Hostel oder in einem Zimmer einer privaten Unterkunft unterkommen möchte. Das sind auf den Monat umgerechnet 900 Euro und damit natürlich viel zu teuer.

    Arbeiten und reisen gleichzeitigMittlerweile leben auch viele Menschen mit wenig Geld auf Campingplätzen, was eine günstige Wohnmöglichkeit mitten in der Natur darstellt. Man braucht lediglich einen Wohnwagen mit Vorzelt (Anschaffungspreis ca. 3.500 Euro) und kann dann meist auf ca. 80-100 qm Fläche für ca. 700-1.000 Euro im Jahr wohnen, was einer Monatsmiete von 50-90 Euro entspricht. In vielen Städten und Regionen kann man sogar mittlerweile seinen Wohnsitz auf den Campingplatz anmelden. Einziges Problem ist hierbei nur, dass viele Plätze im Winter – meist Oktober bis März – geschlossen haben.

    Ein etwas anderer Lebensstil: WG-Zimmer – Büro – Camper

    Für mich als Reisende und Heimatliebende zugleich birgt meine 3er-Kombi daher zum momentanen Zeitpunkt die beste und günstigste Lösung. Da ich hauptsächlich schreibend tätig und somit nicht auf einen festen Arbeitsplatz angewiesen bin, kann ich überall arbeiten.

    • Büro (Tag): Ein Zimmer mit Schreibtisch, PC, Drucker und allen persönlichen Sachen, Dokumenten und Unterlagen
    • WG-Zimmer (Nacht): Ein Zimmer mit Bett, Schrank, Dusche, Strom, Internet, ggf. Waschmaschine
    • Camper (Jederzeit): Für kurzentschlossene Tages- oder Wochenendausflüge oder für längere Reisen durch Europa, jederzeit einsatzbereit, mit Strom und Kühlschrank, auf Campingplätzen stehen Dusche und Waschmaschine zur Verfügung.

    Vorteil dieser Lösung ist, dass sie extrem variabel ist und von heute auf morgen geändert werden kann. Wenn ich unterwegs bin, verursacht es nur geringe regelmäßige Kosten zu Hause und wenn ich in Köln bin, habe ich gleich mehrere angenehme Aufenthaltsorte zur Auswahl. Gleichzeitig arbeite ich wieder für drei Wochen im Quartal in meinem früheren Job, mit dessen Einkommen ich den größten Teil meiner geringen Grundausgaben abdecken kann und mir somit ein Maximum an Freizeit zur Verfügung steht. Diese freie Zeit nutze ich wiederum für neue Projekte, z. B. die Entwicklung zweier Frauen-Rucksäcke, die ich erfolgreich über Crowdfunding produzieren konnte. Und bald folgt das nächste Projekt in Form eines Buches.

    Ortsunabhängig arbeiten

    Leben ohne Wohnsitz?

    Nein. Auch, wenn es sich cool anhören mag, keinen Wohnsitz zu haben, sehe ich darin keinen Vorteil. Im Gegenteil, vieles ist wesentlich umständlicher (Krankenversicherung, Bankkonto etc.). Falls ich mich mal für das Leben in einem anderen Land entscheiden sollte, würde sich mein Wohnsitz einfach entsprechend verändern. Wenn man die Wahl hat und sich zum Beispiel eines höheren Einkommens erfreuen kann, lohnt sich die Überlegung der Veränderung des Wohnsitzes unter steuerlichen Gesichtspunkten. Statistisch gesehen zahlen wir in Deutschland die höchsten Steuern und Abgaben weltweit. Hier muss man für sich selbst entscheiden, ob man an unserem Solidarprinzip teilnehmen möchte oder nicht. Wir haben eine extrem hohe Lebensqualität in Deutschland, die im Umkehrschluss eben auch Geld kostet.

    Unter den Selbstständigen ohne festen Wohnsitz ist die Gründung einer Offshore-Firma in Hong Kong oder anderen Steueroasen zum Trend geworden. Für mich kommt dieses Steuersparmodell nicht in Frage, weil es ein sehr komplexes steuerrechtliches Thema ist, dessen Risiken ich nicht abschätzen kann und möchte. Zum Beispiel bauen Gründer, die nicht genügend Substanz im Ausland aufgebaut haben (Büro vor Ort, Mitarbeiter etc.), aus Sicht der Finanzbehörden damit eine illegale Zwischengesellschaft auf. Auf diese sehr wackelige Basis möchte ich mich nicht begeben und würde ich auch nur empfehlen, wenn man auf eine professionelle und verlässliche Rechtsberatung zurückgreifen kann.

    Fazit

    Das Leben ohne eigene Wohnung ist meiner Meinung nach kein Ereignis, das man unbedingt mal erlebt haben muss. Für mich war und ist es eine wahnsinnig bereichernde Erfahrung, die allerdings auf meiner persönlichen Geschichte beruht und mir immer noch sehr auf meinem eigenen, zugegebenermaßen etwas ungewöhnlichen Lebensweg behilflich ist. Das Äußere einmal beiseite zu legen und sich nur auf sein Inneres konzentrieren zu müssen, weil da nichts oder wenig anderes Materielles oder Festes ist, lässt heute vieles in einem anderen Licht erscheinen und hat mich zu einem glücklicheren und ausgeglicheneren Menschen gemacht. Des Weiteren habe ich die wichtige Erfahrung gemacht, dass es Orte gibt, an denen ich wesentlich kreativer bin und da ich heute fast ausschließlich kreativ arbeite, ist diese Feststellung für die Wahl einer festen Bleibe von enormer Wichtigkeit.

    Für mich ist es inzwischen an der Zeit, wieder eine feste Basis zu finden. Vor einigen Monaten habe ich auch schonmal etwas in »Auf der Suche nach Heimat« dazu geschrieben. Da ich in jeder Lebenslage an jedem nur erdenklichen Ort im Sitzen, Stehen und Liegen arbeiten bzw. schreiben kann, ist jedoch keine Eile geboten. Ganz im Gegenteil, es ist gerade vielmehr eine spannende Suche nach einem eigenen Rückzugs- und Wohlfühlort, die natürlich auch mit dem Einkommen zusammenhängt. Denn auch hier hat sich für mich herausgestellt, dass das Leben mit wenig Geld zwar für eine gewisse Zeit aufregend, anders und sehr lehrreich sein kann, für mich aber keine Dauerlösung darstellt. Man ärgert sich zu oft über zu hohe Preise, muss sich häufig einschränken und auf viele Genussdinge verzichten, wodurch man gedanklich zu stark im Mangel lebt, was sich negativ auf den Alltag und somit das persönliche Wohlbefinden auswirkt.

    Alternativ leben Bravebird

    Den Schritt ohne Job und Wohnung sollte man meiner Meinung nach nur gehen, wenn man…

    • ein gutes Umfeld mit Familie und Freunden hat, die einen im Falle eines Falles auffangen würden.
    • sich durch Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, ggf. private Rentenversicherung bestens absichert.
    • weder Zukunfts- noch Existenzängste hat.
    • über ein gutes Selbstbewusstsein und eine stabile Mitte verfügt.
    • ein finanzielles Polster und/oder Wertgegenstände sozusagen als Notgroschen vorweisen kann.
    • bei guter Gesundheit ist!
    • keine Schwierigkeiten hat, wieder in einen Job einzusteigen, der Geld einbringt.

    Wie Forrest Gump schon sagte »Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt!« sehe ich das Leben als eine aufregende Reise an und bin gespannt, wo die Reise noch hinführen wird.

     

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    FLOHMARKT BONN RHEINAUE: SCHÖNSTER TRÖDELMARKT IN NRW

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    FLOHMARKT BONN RHEINAUE: SCHÖNSTER TRÖDELMARKT IN NRW

    Flohmarkt Bonn Rheinaue

    Mein absoluter Lieblingströdelmarkt im Rheinland und sogar in ganz Deutschland? Der Flohmarkt Bonn Rheinaue! Denn er liegt mitten in dem grünen Freizeitpark. Dort findest du viele Stände mit schönen und günstigen Sachen. Und leckeres Essen gibt es, etwa Pizza, Falafel oder Churros Gebäck. Ich erzähle dir von dem Flohmarkt, mit vielen Fotos.

    Flohmärkte Deutschland: Der Flohmarkt Bonn Rheinaue ist ein wunderschöner Trödelmarkt NRW. Im Artikel findest du tolle Flohmarkt bzw. Bonn Tipps, mit vielen Fotos. Alles für deinen NRW Ausflug! #Flohmarkt #Bonn #Rheinaue #NRW

    Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks. Falls du über diese Links etwas buchst oder kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Du zahlst den normalen Preis, es kostet dich nichts extra. 

    Flohmarkt Bonn: Einmal im Monat samstags

    Wochenende ist bei uns Flohmarktzeit. Ich liebe es, über Trödelmärkte zu schlendern und nach Schönem Ausschau zu halten. Ob nach Möbeln, Kleidung oder Schmuck.

    Besonders gut geht das auf dem Flohmarkt Rheinaue. Zwölf Jahre lang habe ich in Köln gewohnt (hier findest du meine Köln Insider Tipps), da lag der Trödelmarkt ganz in der Nähe.

    Hier kommen ein paar Fotos zur Einstimmung:

    Flohmarkt Bonn RheinaueFlohmarkt Bonn Rheinaue
    Flohmarkt Bonn Rheinaue
    Flohmarkt Bonn RheinaueWir waren auch schon beim Tongeren Flohmarkt, der größte Trödelmarkt Belgiens ist immer sonntags.

    Den monatlichen Flohmarkt Amsterdam IJ Hallen habe ich ebenfalls schon besucht, den größten Trödelmarkt Europas.

    Der Flohmarkt Bonn Rheinaue findet achtmal im Jahr statt, immer am dritten Samstag des Monats. Der erste wird im März veranstaltet, der letzte im Oktober. Zeitraum: 8 bis 18 Uhr. Die nächsten Termine sind:

    • 15. Juni 2019
    • 20. Juli 2019
    • 17. August 2019
    • 21. September 2019
    • 19. Oktober 2019

    Flohmarkt Bonn RheinaueInfos & Tipps zum Flohmarkt Rheinaue

    Der Freizeitpark Rheinaue ist fast so groß wie die Bonner Innenstadt. Und er ist richtig schön mit seinen Wiesen, Bäumen und dem Auensee. Es macht Spaß, beim Trödelmarkt die verschlungenen Wege entlang zu laufen.

    Die Stände sind von Privatverkäufern, die wirklich alles anbieten. Ob Kleidung, Schmuck, Möbel, CDs, Bücher oder Kinderspielzeug. Unter dem Trödel befindet sich viel Kurioses und einiges aus meinen geliebten 60er Jahren.

    Die Preise sind meist günstig. So habe ich hier schon Kugellautsprecher aus den Sixties für 60 Euro gekauft, ein Stofftier für unseren Hund für 2,50 Euro oder eine Sonnenbrille für 1 Euro.

    Flohmarkt Bonn RheinaueBei meinem letzten Besuch habe ich mir einen Stuhl mit Flagge angeschaut, kunterbunte mexikanische Kissen und eine Figur in einem 20er-Jahre-Badeanzug. Ich warf einen Blick auf ein Schokofondueset, Bongos und Kappen aus Kaffeesäcken.

    Die Verkäufer waren gut gelaunt, die vielen Besucher ebenso. Familien mit Kinderwagen waren genauso unterwegs wie zahlreiche Hundebesitzer. Denn Hunde sind hier angeleint erlaubt. Beim nächsten Mal kommt wohl unser Hund Buddy mit.

    Ich packe immer eine Tasche und viel Kleingeld bzw. kleine Scheine für den Trödelmarkt ein. An einem Stand konnte man sogar mit Paypal bezahlen. Witzig!

    Flohmarkt Bonn RheinaueFlohmarkt Bonn: Anreise mit Auto, Bahn oder Bus

    Wir waren schon sehr oft auf dem Flohmarkt Bonn, meist mit dem Auto. Es ist allerdings schwierig mit den Parkplätzen. Wir haben meist etwas entfernt geparkt, z. B. im kostenlosen Parkhaus am Post Tower. Carsten hat dann am Schluss das Auto geholt und mich mit meinen schweren Einkäufen am Herbert-Wehner-Platzabgeholt.

    Zuletzt bin ich mit der Bahn nach Bonn gefahren, denn ich möchte möglichst nachhaltig reisen. Das ging ab Mönchengladbach-Rheydt sehr einfach, ich konnte bis Bonn-Oberkassel durchfahren. Es war allerdings mit rund 47 Euro für Hin- und Rückfahrt ganz schön teuer.

    Gelandet bin ich so auf der anderen Rheinseite. Ich bin in rund einer halben Stunde zum Trödelmarkt gelaufen, über die Konrad-Adenauer-Brücke. Ein schöner Spaziergang mit tollem Ausblick!

    Direkt am Flohmarkt Bonn liegt die U-Bahn Station „Rheinaue“, dorthin fährt die Linie 66. Oder du nimmst etwa die Bus Linien 610 bzw. 611 bis zur Haltestelle „Volksbank-Haus“.

    Essen auf dem Flohmarkt BonnLecker Essen auf dem Flohmarkt Bonn

    Verhungern musst du nicht auf diesem Flohmarkt. An verschiedenen Stellen gibt es Buden mit Essen.

    Ich bin ja an der Konrad-Adenauer-Brücke gestartet, siehe Bild oben. Dort kannst du dir einen Kaffee mit Franzbrötchen (Zimtgebäck aus Hamburg) holen, Falafel oder Pommes und zum Nachtisch Crepes.

    Wenn du ein Stück gelaufen bist, kommst du zum Parkrestaurant Rheinaue. Hier kann man draußen sitzen, im Sonnenschein.

    Churros auf dem Flohmarkt BonnAm liebsten mag ich die Buden am Herbert-Wehner-Platz. Da gibt es nämlich alles, was mein Herz begehrt. Ob Asia Food, Pizza, Veggie Burger, Aperol Spritz oder Churros Gebäck aus Spanien und Poffertjes Pfannküchlein aus Holland.

    Kameha Grand Bonn HotelBonn Wochenende: Tipps für Hotels, Reiseführer & Touren

    Du möchtest mehr Zeit in Bonn verbringen? Die Innenstadt erkunden, das Beethovenhaus oder Schloss Drachenburg sehen? Dann lohnt sich ein Wochenende in dieser schönen Stadt am Rhein.

    Ich buche meine Unterkünfte immer über Booking.com. Dort schaue ich nach Preis, Lage, Bewertungen und Fotos. Diese drei Hotels mit sehr guten Bewertungen kann ich dir empfehlen:

    Kameha Grand Bonn
    Dieses Designhotel siehst du auf dem Foto, es wird häufig gebucht. Es liegt toll am Rhein, von hier aus kannst du über die Brücke zum Flohmarkt Bonn hinüberlaufen. Für mich ein besonderer Anreiz: Das Hotel hat einen Dachpool mit fantastischem Ausblick. Haustiere sind gestattet, eventuell fallen Gebühren an – da am besten vorher nachfragen. Hier mehr erfahren.

    Bonn Marriott Hotel
    Ebenfalls am Rhein liegt dieses fabelhaft bewertete Hotel, nahe beim Flohmarkt Rheinaue und rund drei Kilometer vom historischen Rathaus entfernt. Einige Zimmer haben Flussblick. Das Hotel bietet Innenpool, Fitnesscenter, Sauna und Hamam Bad. Besonders schön finde ich, dass es auch vegetarisches Frühstück gibt. Haustiere sind gestattet, eventuell fallen Gebühren an. Hier mehr erfahren.

    Ameron Bonn Hotel Königshof
    Am Rhein und in der Innenstadt befindet sich dieses wunderschön eingerichtete Hotel. Es ist praktisch für Shoppingtouren, Museumsbesuche, Spaziergänge am Rhein, Bootsfahrten oder Radtouren. Auf Besucher warten außerdem eine Sonnenterrasse, ein Fitnessraum, Sauna, Regendusche, Kneipp-Fußbad und ein Ruheraum mit Rheinblick. Haustiere sind auf Anfrage gestattet. Hier mehr erfahren.

    Diese Reiseführer gibt es bei Amazon:

    Rhein bei BonnVielleicht hast du aber auch Lust auf eine geführte Tour? Meine Tickets und Touren buche ich über Get your Guide.

    Eine Bootsfahrt auf dem Rhein habe ich selbst schon gemacht, die macht richtig Spaß! Mit dem Tagesticket KD-RheinPass kannst du an einem der 40 Startorte wie Bonn einsteigen, du musst dich nicht vorher auf eine bestimmte Route festlegen. So erlebst du das Rheintal mit Schlössern und Weinbergen.

    Super finde ich auch die Privattour mit einheimischem Guide. Ein Bonner zeigt dir seine Stadt und verrät dir Insidertipps für Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder zum Weggehen.

    Spannend klingt die Nachtwächter-Fackeltour durch die mittelalterliche Altstadt Bonns. Bei der zweistündigen Tour werden Geschichten von Pest, Hexen und Plünderungen erzählt. Die Tour kann – etwa bei schlechtem Wetter – bis zu 24 Stunden vor Beginn mit vollständiger Rückerstattung storniert werden.

    Alle Infos auf einen Blick

    Flohmarkt Bonn Rheinaue
    Achtmal im Jahr von März bis Oktober, am 3. Samstag des Monats
    8 – 18 Uhr
    Website für alle aktuellen Termine und Anfahrt

    Warst du schon mal auf dem Flohmarkt Bonn Rheinaue?

    Hinweis: Den Ausflug nach Bonn habe ich selbst bezahlt und organisiert, es gab keine Kooperationen. Als Amazon-Partner und Teilnehmer an anderen Affiliateprogrammen verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

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